Boxhandschuhe mit Klettverschluss oder Schnürung?
Klettverschluss fürs Training (selbst an und aus), Schnürung für Wettkämpfe und die straffste Handgelenkstütze; die meisten Sportler wählen Klett.
Fürs Training wählst du fast immer Klettverschluss: Du ziehst die Handschuhe selbst an und aus und wechselst schnell zwischen den Übungen. Eine Schnürung schließt das Handgelenk straffer und gleichmäßiger, aber du brauchst jemanden, der sie zubindet, und deshalb wird sie vor allem bei Wettkämpfen und von Profis an den Pratzen benutzt.
Klettverschluss: der praktische Standard
Die allermeisten Trainingshandschuhe haben einen Klettverschluss. Ein breites Band läuft um dein Handgelenk und fixiert die Manschette. Du ziehst es mit der anderen (behandschuhten) Hand oder mit den Zähnen fest und bist in zehn Sekunden fertig. Musst du zwischendurch die Bandage richten, Wasser trinken oder vom Sack zu den Pratzen wechseln, ist das schnell erledigt.
Die Qualität des Klettverschlusses unterscheidet sich je nach Marke. Gute Handschuhe wie der Twins BGVL3 und der Booster BGL haben ein breites, stabiles Band mit einem elastischen Teil, der nachgibt, wenn du das Handgelenk beugst. Billige Handschuhe haben oft ein schmales Band, das schnell voller Fusseln ist und dann nicht mehr hält. Achte auch darauf, dass die harte Seite des Kletts nicht übersteht: Die scheuert beim Sparring über die Haut deines Partners.
Schnürung: maximale Handgelenkstütze
Schnürhandschuhe schließen über die gesamte Länge der Manschette, vom Handgelenk bis zum Unterarm. Dadurch ziehst du den Handschuh gleichmäßig fest und das Handgelenk sitzt wie in einer Hülse. Das ist der Grund, warum Wettkampfhandschuhe fast immer geschnürt sind und Profiboxer auch an den Pratzen mit Schnürung trainieren.
Der Nachteil ist klar: Du kannst sie nicht selbst zubinden. Du brauchst einen Trainer oder Kumpel, und hinterher musst du wieder warten. Außerdem müssen die Schleifen mit Tape abgeklebt werden, damit sie nicht ins Gesicht deines Gegners geraten. Für eine Gruppenstunde oder eine Sacksession allein ist das unpraktisch. In unserem Shop findest du Schnürhandschuhe vor allem in den Wettkampflinien.
Wie groß ist der Unterschied bei der Handgelenkstütze wirklich?
Bei einem gut eingestellten Kletthandschuh und ordentlichen Bandagen ist der Unterschied in der Handgelenkstütze für die meisten Sportler klein. Die Bandage leistet den Großteil der Arbeit; der Handschuh fixiert alles. Erst bei sehr harten Schlägen oder bei einem Handgelenk, das schon mal verletzt war, merkst du, dass eine Schnürung noch einen Tick stabiler ist.
Marken reagieren darauf mit längeren Klettmanschetten und doppelten Bändern. Booster und King Pro Boxing haben Modelle mit einer extra langen Manschette, die dem Gefühl einer Schnürung ziemlich nahekommen. Willst du die Stütze einer Schnürung ohne den Aufwand, schau dir so ein Modell an und wickel eine etwas längere Bandage. Damit kommst du dem Wettkampfgefühl sehr nahe.
Hybrid-Verschlüsse
Manche Handschuhe kombinieren eine Schnürung mit einer Klettlasche, die über die Schleife fällt. Du bekommst dann den gleichmäßigen Verschluss der Schnürung und musst kein Tape benutzen. Eine andere Variante ist der Schnellschnürverschluss, bei dem du eine Schlaufe anziehst und fixierst. Beide findest du vor allem bei Trainingshandschuhen für Fortgeschrittene.
Diese Hybrid-Modelle sind interessant, wenn du viele Sparringrunden machst und die Handgelenkstütze einer Schnürung willst, aber in einer Gruppenstunde trainierst, in der niemand Zeit hat, dir zu helfen. Sie sind weniger verbreitet als normaler Klett und etwas teurer. Für die meisten Freizeit-Kickboxer und -Boxer bleibt ein guter Kletthandschuh die beste Wahl.
Was wählst du in welcher Situation?
- Gruppenstunden, Sackarbeit, Pratzentraining: Klettverschluss.
- Sparring im Gym: Klettverschluss, mit langer Manschette, wenn du extra Stütze willst.
- Wettkämpfe: Schnürung, vom Verband oft sogar vorgeschrieben.
- Pratzentraining mit einem Trainer, der dir helfen kann: Schnürung geht, aber Klett ist mindestens genauso gut.
- Kinder: immer Klettverschluss, damit sie selbst an- und ausziehen können.
Bist du immer noch unsicher, dann lautet die Antwort Klettverschluss. Du verlierst in der Praxis nichts und gewinnst viel Komfort. Kämpfst du später, kaufst du dir zu dem Zeitpunkt ein Paar Wettkampfhandschuhe mit Schnürung dazu.
| Merkmal | Klettverschluss | Schnürung |
|---|---|---|
| Selbst an und aus | Ja | Nein, Hilfe nötig |
| Handgelenkstütze | Gut | Maximal |
| Schnell wechseln | Ja | Nein |
| Tape nötig | Nein | Ja, über die Schleife |
| Einsatz | Training, Sparring | Wettkampf, Pratzen mit Trainer |
| Verschleiß Verschluss | Klett nutzt sich ab | Schnürsenkel kaum |
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Häufige Fragen
Sind Schnürhandschuhe besser?
Sie schließen straffer und gleichmäßiger, aber fürs Training wiegt der Komfort des Klettverschlusses schwerer. Mit guten Bandagen ist der Unterschied klein.
Kann ich mit Schnürhandschuhen sparren?
Ja, sofern die Schleife mit Tape abgeklebt ist. Die meisten Gyms bevorzugen Klett, weil du schneller wechseln kannst.
Wie lange hält ein Klettverschluss?
Bei einer guten Marke Jahre. Halte das Band fusselfrei und schließ den Handschuh nach dem Trocknen, dann hält er weiter.
Darf ich die Schnürung selbst mit den Zähnen zubinden?
Das gelingt selten gut, und die Schleife sitzt dann nicht straff. Lass es jemanden für dich machen oder wähl Klettverschluss.
Haben Twins-Handschuhe Schnürung oder Klett?
Beides. Das V in BGVL steht für Velcro (Klettverschluss); die BGLL-Reihe hat eine Schnürung.