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Mundschutz wählen und anpassen

Wähle ein Boil-and-Bite-Modell (Safejawz, Opro), forme es in warmem Wasser auf dem Oberkiefer, bis es ohne Zusammenbeißen hält; bei Zahnspange ein Spangenmodell.

Für Kickboxen, Boxen und MMA wählst du einen Boil-and-Bite-Mundschutz einer Marke wie Safejawz oder Opro, den du zu Hause in warmem Wasser auf deinem Oberkiefer formst. Er soll fest sitzen, ohne dass du die Kiefer zusammenpressen musst. Trägst du eine Zahnspange, gibt es ein spezielles Modell, das nicht geformt werden muss.

Warum du einen Mundschutz trägst

Ein Mundschutz fängt den Schlag ab, der bei einem Punch oder Kick auf deinen Mund trifft. Er verteilt die Kraft über dein Gebiss, verhindert, dass deine Zähne aufeinanderschlagen, und schützt Lippen und Wangen vor deinen eigenen Zähnen. In praktisch jedem Gym ist er Pflicht, sobald du mit einem Partner arbeitest, und bei Wettkämpfen immer.

Auch beim technischen Sparring, bei dem niemand hart schlägt, brauchst du ihn. Ein unglücklicher Ellbogen oder ein Kopf, der aus Versehen reinkommt, sucht sich seinen Moment nicht aus. Viele Anfänger schieben den Kauf auf, weil es sich ungewohnt anfühlt; einen gut angepassten Mundschutz merkst du nach ein paar Trainings nicht mehr. Er gehört in deine Tasche neben Handschuhe und Bandagen.

Arten von Mundschutz

Es gibt drei Arten:

  • Standard (gebrauchsfertig): eine feste Form, die du direkt in den Mund nimmst. Sitzt locker, Sprechen ist schwierig, Schutz ist mäßig. Nicht zu empfehlen.
  • Boil-and-Bite: ein thermoplastisches Modell, das du in warmem Wasser weich machst und auf dein eigenes Gebiss formst. Der Standard für praktisch alle Kampfsportler; Safejawz und Opro sind die bekannten Marken.
  • Maßanfertigung vom Zahnarzt: beste Passform und bester Schutz, aber deutlich teurer. Interessant für Wettkämpfer.

Bei Boil-and-Bite gibt es einfache und aufwendigere Modelle. Die aufwendigeren haben eine härtere Außenschicht, eine weichere Innenschicht und ein Formteil, das du über die Zähne drückst. In unserem Shop findest du beide, auch in Jugendgrößen.

Schritt für Schritt anpassen

So formst du einen Boil-and-Bite-Mundschutz:

  • Bring Wasser zum Kochen und nimm es vom Herd. Leg den Mundschutz 20 bis 30 Sekunden hinein, oder so lange, wie es die Verpackung angibt.
  • Nimm ihn mit einem Löffel heraus, schüttel das Wasser ab und lass ihn ein paar Sekunden abkühlen, damit du dir den Mund nicht verbrennst.
  • Setz ihn auf den Oberkiefer, mit der Mitte genau zwischen den Schneidezähnen.
  • Beiß sanft zu, saug die Luft heraus und drück den Mundschutz mit Fingern und Zunge gegen Zähne und Zahnfleisch. Halte das 30 bis 45 Sekunden.
  • Nimm ihn heraus und kühl ihn in kaltem Wasser ab.

Sitzt er nicht richtig, kannst du die meisten Modelle ein- oder zweimal neu formen. Lies die Verpackung; manche Modelle sind nach dem dritten Mal hinüber.

So erkennst du, dass er richtig sitzt

Ein gut angepasster Mundschutz bleibt an Ort und Stelle, wenn du den Mund öffnest, ohne dass du ihn mit den Zähnen festhalten musst. Du kannst damit einigermaßen sprechen und atmen. Er reicht bis zu den hintersten Backenzähnen, aber nicht so weit, dass du würgen musst; ist er zu lang, schneidest du hinten ein Stück ab, bevor du ihn formst.

Fällt er beim Atmen durch den Mund heraus, war er nicht lang genug im Wasser oder du hast nicht fest genug gesaugt. Fühlt er sich an den Schneidezähnen dünn an, hast du beim Formen zu fest zugebissen. In beiden Fällen: neu formen. Ein Mundschutz, der nicht hält, bringt bei einem echten Treffer wenig.

Mundschutz mit Zahnspange

Trägst du eine feste Zahnspange, forme keinen normalen Boil-and-Bite-Mundschutz. Der setzt sich an den Brackets fest, lässt sich schwer entfernen und zieht beim Herausnehmen an der Spange. Es gibt spezielle Spangenmodelle, unter anderem von Safejawz und Opro, die nicht geformt werden müssen und Platz für die Spange und für die Zähne lassen, die sich noch verschieben.

Diese Modelle schützen auch deine Lippen vor den Brackets, was bei einem Treffer auf den Mund mindestens genauso wichtig ist. Sobald die Spange raus ist, wechselst du auf ein normales Boil-and-Bite-Modell. Bist du unsicher, sprich mit deinem Kieferorthopäden; der kann dir auch einen Mundschutz nach Maß empfehlen.

Reinigen, aufbewahren und ersetzen

Spül den Mundschutz nach jedem Training mit kaltem Wasser ab und lass ihn in der belüfteten Box trocknen, die dabei ist. Ab und zu Zahnpasta und eine weiche Zahnbürste, oder eine Reinigungstablette für Zahnprothesen. Niemals heißes Wasser, sonst verformt er sich.

Ersetz den Mundschutz, wenn er Risse zeigt, an den Schneidezähnen dünn wird oder nicht mehr richtig hält. Bei zwei bis drei Trainings pro Woche ist das meist nach einem Jahr. Kinder und Jugendliche brauchen öfter einen neuen, weil sich ihr Gebiss verändert. Kauf direkt einen Ersatz dazu; ein vergessener oder verlorener Mundschutz heißt sonst, dass du in dieser Stunde nicht sparren darfst.

TypPassformGeeignet für
Standard, gebrauchsfertigLockerNicht zu empfehlen
Boil-and-Bite einfachGutAnfänger, Techniktraining
Boil-and-Bite mehrlagigSehr gutSparring, Wettkämpfe
SpangenmodellOhne FormenFeste Zahnspange
Zahnarzt nach MaßPerfektWettkämpfer

Bestellen nach Deutschland

PadsByBilly versendet aus den Niederlanden nach ganz Deutschland: 9,95 € pro Bestellung, gratis ab 75 €. Innerhalb der EU fallen kein Zoll und keine Einfuhrgebühren an; die Preise verstehen sich inklusive Mehrwertsteuer. Lieferung in der Regel in 2–4 Werktagen, 14 Tage Widerrufsrecht.

Du trainierst in einem Gym oder einer Kampfsportschule und brauchst Mundschutz für die ganze Gruppe? Ab 500 € Bestellwert erstellen wir ein individuelles Angebot mit höherem Rabatt.

Häufige Fragen

Welcher Mundschutz ist am besten fürs Kickboxen?

Ein mehrlagiges Boil-and-Bite-Modell von Safejawz oder Opro. Das verbindet gute Passform mit stabilem Schutz zu einem fairen Preis.

Wie lange muss ein Mundschutz ins Wasser?

Meist 20 bis 30 Sekunden in gerade abgekochtes Wasser. Halte dich an die Zeit auf der Verpackung; zu lang macht ihn zu weich.

Kann ich einen Mundschutz neu formen?

Die meisten Boil-and-Bite-Modelle kannst du ein- oder zweimal neu formen. Danach verliert das Material seine Eigenschaften.

Brauche ich einen Mundschutz für oben und unten?

Nein. Ein Mundschutz auf dem Oberkiefer ist der Standard. Doppelte Modelle gibt es, aber sie erschweren das Atmen.

Wie oft muss ich meinen Mundschutz ersetzen?

Bei regelmäßigem Training etwa jährlich, oder früher bei Rissen oder wenn er locker sitzt. Bei Kindern öfter.

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