Boxsack für zuhause wählen: Gewicht, Länge und Aufhängen
Wähle einen Sack mit etwa der Hälfte deines Gewichts (30-45 kg), 120-150 cm fürs Kickboxen, an einer stabilen Deckenhalterung oder als Standmodell.
Für zuhause wählst du einen Boxsack, der etwa die Hälfte deines Körpergewichts wiegt, also rund 30 bis 45 Kilo für die meisten Erwachsenen. Nur zum Schlagen reichen 100 cm Länge; willst du auch treten, nimmst du 120 bis 150 cm. Häng den Sack an eine Deckenhalterung in einem Balken oder einer Betondecke, oder wähle einen Standboxsack, wenn Bohren keine Option ist.
Gewicht: die Hälfte deines Körpergewichts
Die Faustregel für das Gewicht eines Boxsacks ist etwa die Hälfte deines eigenen Körpergewichts. Wiegst du 80 Kilo, ist ein Sack mit 35 bis 45 Kilo gut. Ein zu leichter Sack schwingt bei jedem Schlag weg und du schlägst mehr gegen Bewegung als gegen Widerstand; ein zu schwerer Sack gibt kaum nach und belastet deine Handgelenke und Schultern.
Für Anfänger darf der Sack an der leichteren Seite liegen, für schwere Treter an der schweren. Säcke werden in Gewichtsklassen verkauft (etwa 20, 30, 40, 50 Kilo) oder ungefüllt, sodass du sie selbst füllst. In unserem Shop findest du gefüllte Säcke unter anderem von Booster, Twins Special und King Pro Boxing, mit dem Gewicht in der Beschreibung.
Länge: Schlagen oder auch Treten
- 80 bis 100 cm: nur Schlagen. Kompakt, geeignet für einen kleinen Raum.
- 120 cm: Schlagen und Treten auf mittlerer und hoher Höhe; der Standard fürs Kickboxen.
- 150 bis 180 cm: auch Lowkicks auf Kniehöhe, ohne dass der Sack hochschwingt; für Muay Thai und alle, die viele Lowkicks trainieren.
Ein Sack mit 150 cm oder mehr heißt oft Banana Bag oder Thai Bag und ist dünner und schwerer. Für einen durchschnittlichen Kickboxer zuhause sind 120 cm der beste Kompromiss aus Platz, Preis und Möglichkeiten. Häng den Sack so auf, dass die Mitte etwa auf Brusthöhe liegt; dann kannst du auf Kopf, Körper und mit Lowkicks auf die Oberschenkel arbeiten.
Füllung und Außenhülle
Die meisten Säcke sind mit Textilschnipseln gefüllt, manchmal mit einem Kern aus Sand oder Gummigranulat für zusätzliches Gewicht. Textil fühlt sich am natürlichsten an und wird nicht steinhart. Nur Sand ist nicht zu empfehlen: Er sackt nach unten und macht das untere Ende knüppelhart. Kaufst du einen ungefüllten Sack, füll ihn mit alter Kleidung und Stoff und eventuell einem Sandkern in der Mitte, gut verteilt.
Die Außenhülle ist aus Leder, Kunstleder oder Canvas. Leder hält am längsten und fühlt sich am besten an, Kunstleder ist günstiger und für zuhause völlig in Ordnung, Canvas ist am günstigsten, scheuert aber an Handschuhen und Schienbeinschonern. Achte auf doppelte Nähte und stabile Aufhängeschlaufen; dort geht ein Sack zuerst kaputt.
Aufhängen: Halterung, Kette und Decke
Ein hängender Sack mit 40 Kilo belastet den Aufhängepunkt bei jedem Schlag mit einem Vielfachen dieses Gewichts. Häng ihn deshalb nur an einen Holzbalken, eine Betondecke oder einen Stahlträger, mit einer Deckenhalterung und schweren Dübeln oder Schrauben. Gipskarton, der Holzboden der Nachbarn über dir oder eine leichte Dachkonstruktion sind nicht geeignet.
Nutz die Kette oder das Band, das zum Sack gehört, mit einem Drehwirbel, damit der Sack nicht kreiselt und die Kette nicht verschleißt. Eine Feder zwischen Halterung und Kette dämpft Geräusche und Vibrationen, angenehm im Reihenhaus oder in der Wohnung. Eine Wandhalterung ist eine Alternative, wenn die Decke nicht geht; sie braucht eine massive Wand und setzt den Sack auf festen Abstand zur Wand.
Standboxsack: ohne Bohren
Kannst oder darfst du nicht bohren, ist ein Standboxsack die Lösung: ein Sack auf einem Fuß, den du mit Wasser oder Sand füllst. Vorteile: keine Montage, verschiebbar und keine Schäden an Decke oder Wand. Nachteile: Der Sack rutscht bei harten Schlägen weg, gibt anders nach als ein hängender Sack und der Fuß ist bei Lowkicks im Weg.
Für Schläge und Tritte auf mittlerer und hoher Höhe ist ein guter Standboxsack völlig in Ordnung. Stell ihn auf eine Antirutschmatte und füll den Fuß komplett; ein halbvoller Fuß kippt. Wer viele Lowkicks trainiert, ist mit einem hängenden Sack besser bedient. In unserem Shop stehen beide Arten; bei einem Standboxsack ist das Füllvolumen des Fußes angegeben.
Am Sack zuhause trainieren
Ein Sack ist kein Ersatz für Pratzen mit einem Trainer, aber eine hervorragende Ergänzung. Du trainierst Kraft, Ausdauer und das Wiederholen von Technik. Trag immer Bandagen und Handschuhe, die zu deinem Gewicht passen; am Sack ist der Aufprall härter als an den Pratzen. Schienbeinschoner oder Knöchelschoner schützen deinen Spann beim Treten.
Bau die Intensität auf: Fang mit Zwei-Minuten-Runden und technischer Arbeit an, nicht mit vollem Durchschlagen. Billy gibt seinen Schülern oft ein Sackprogramm für zuhause mit, abgestimmt auf das, was sie bei ihm an den Pratzen gemacht haben. So bleibt die Technik zwischen den Pratzentrainings erhalten. Dreh den Sack ab und zu, dann nutzt er sich gleichmäßig ab, und kontrollier Kette und Halterung alle paar Monate.
| Körpergewicht | Sackgewicht | Länge Kickboxen |
|---|---|---|
| Bis 60 kg | 20-30 kg | 100-120 cm |
| 60-75 kg | 30-40 kg | 120 cm |
| 75-90 kg | 35-45 kg | 120-150 cm |
| Über 90 kg | 45-55 kg | 150 cm |
| Nur Schlagen | Siehe Gewicht | 80-100 cm |
| Viele Lowkicks | Siehe Gewicht | 150-180 cm |
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Häufige Fragen
Wie schwer muss ein Boxsack sein?
Etwa die Hälfte deines Körpergewichts; für die meisten Erwachsenen 30 bis 45 Kilo.
Welche Länge Boxsack fürs Kickboxen?
120 cm ist der Standard. Willst du auch Lowkicks auf Kniehöhe, dann 150 cm oder länger.
Kann ich einen Boxsack an eine Gipskartondecke hängen?
Nein. Nur an einen Holzbalken, eine Betondecke oder einen Stahlträger, mit stabiler Halterung und schwerer Befestigung.
Ist ein Standboxsack gut?
Für Schläge und hohe Tritte völlig in Ordnung, und ideal, wenn du nicht bohren darfst. Für Lowkicks und hartes Schlagen ist ein hängender Sack besser.
Welche Handschuhe nehme ich am Sack?
Boxhandschuhe nach deinem Gewicht, mindestens 12 oz für Anfänger, immer mit Bandagen. MMA-Handschuhe sind zu dünn für harte Sackarbeit.